Schweizer Illustrierte Briefmarken-Zeitung

Aus Philatelie, Wissen was Sache ist.
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Herausgeber: Robert Deyhle & Cie.
93 Nummern, 1879-1887.
Format : Quartformat (27,33 cm hoch)


Schweizer Briefmarken-Zeitung
1. Jahrgang, 20. Juli bis 20. Dezember 1879 Nr. 1-6
fortgesetzt als:
Schweizer Illustrierte Briefmarken-Zeitung
2. Jahrgang, 22. Jan. bis 22. Dez. 1880 Nr. 1-12
3. Jahrgang, 22. Jan. bis 22. Dez. 1881 Nr. 1-12
4. Jahrgang, 22. Jan. bis 22. Dez. 1882 Nr. 1-12
5. Jahrgang, 22. Jan. bis 22. Dez. 1883 Nr. 1-12
6. Jahrgang, 22. Jan. bis 22. Dez. 1884 Nr. 1-12
7. Jahrgang, 22. Jan. bis 22. Dez. 1885 Nr. 1-12
8. Jahrgang, Januar bis Juli 1886 u. 86/87 Nr. 1-12

Jeder Jahrgang, mit Ausnahme des Letzten, hat ein Titelblatt und ein Inhaltsverzeichnis. Da im Oktober 1881 keine Nummer erschien, wurden die Nummern 10 und 11 von 1881 am 22. November gleichzeitig herausgegeben. Desweiteren erschienen die Nummern 7 und 8 des 7. Jahrganges, sowie 5, 6 und 8, 9 des 8. Jahrganges als Doppelnummern. Die letzte Nummer trägt ausser « VIII. Jahrgang, 1886-87 » keine Datumsangabe. Die Nummer 2 von 1881 hat eine Beilage.

Die Deyhle'sche Zeitung nahm ursprünglich einen vielversprechenden Anlauf, und das Verdienst von Robert Deyhle ist umso grösser, als während 31 /4 Jahren die schweizerischen Philatelisten wieder auf ausländische Zeitschriften angewiesen waren. Es fällt bei diesen frühen briefmarkenzeitschriften vor allem auf, dass kein Autor mit Klarnamen angegeben ist. Dies wohl aus Scheu, sich öffentlich als Anhänger des Briefmarken-Sammelns zu bekennen und so dem Spotte der "Laien" zu verfallen. In dieser zeitschrift finden sich mehrere interessante Aufsätze über die schweizerischen Postwertzeichen, so vor allem aus der Feder von Adolf Schulze und Otto Pfenninger. Vor allem zeichnet sich dieses Blatt durch eine gute äussere Form und vorzüglichen Illustrationen des Xylographen Th. Meister aus (ab Nr- 3 vom 20. September 1879).

Leider begann bald die Auseinandersetzung zwischen Robert Deyhle und Sigmund Friedl die interessanten philatelistischen Aufsätze in den Hintergrund zu drängen. Als Folge dessen sprangen manche mitarbeiter ab und das Erscheinen wurde unregelmässig.

Robert Deyhle konnte sich nicht entschliessen, sein Blatt endgültig in ein Vereinsblatt umzuändern, was ihm auch finanziell geholfen hätte. Am 2. Dezember 1883 wurde die Schweizer Briefmarken-Zeitung als fakultatives Vereinsorgan. des eben gegründeten "Schweizerischen Philatelisten-Vereins" bestimmt, und ab Nr. 2 vom 22. Februar 1885 bezeichnet Deyhle seine Zeitung "Gratisblatt für die Mitglieder des Schweizerischen Philatelisten- Vereins". Erst nachdem die Publikation "im Sterben" war, wurde sie mit Nr. 1 / 1886 zum "Offiziellen Organ des Schweizerischen Philatelisten-Vereins". Im Jahre 1879 verlangte Deyhle als Abonnementspreis 1,50 Fr., erhöhte jedoch den Betrag ab Nr. 1 / 1880 auf 4.— Fr.. Gedruckt wurde diese Zeitung von G. Michel in Bern.

Quellen

  • Toni Abele: Die philatelistische Literatur der Schweiz. In: SBZ, 1945, S.2-4