Panama

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Der Weg via Panama von 1850-1888 ab 1879 beginn des Bau vom Panamakanal

Der 67 Kilometer lange Kanal verbindet die Limonbai des Karibischen Meeres mit der Bucht von Panama des Stillen Ozeans. Er verkürzte dem Seeweg von der US-amerikanischen Ost- und Westküste um etwa 60 Prozent der Strecke und den Weg von der US-amerikanischen Ostküste zur südamerikanischen Westküste um 45 Prozent.

In Panama ist die zentralamerikanische Landbrücke am schmalsten. Zwischen 1850 und 1855 konnte eine Eisenbahnverbindung aufgebaut und in Betrieb genommen werden. Mit der Fertigstellung der Transkontinentalbahn in den USA verlor diese Bahnstrecke an Bedeutung.

Der 1879 in Angriff genommene Bau der Wasserstraße durch eine französische Gesellschaft unter der Leitung der Ferdinand de Lesseps, dem Erbauer des Suezkanals, scheiterte. Der Bankrott der Gesellschaft 1889 führte in Frankreich 1892/93 zu einer parlamentarischen Affäre um die Panama-Anleihen. 1903 ließen sich die USA von der Regierung Panamas gegen eine einmalige Entschädigung und eine jährliche Pacht die Rechte zum Bau, Betrieb und zum Schutz des Kanals übertragen. Der 16 Kilometer breite Streifen wurde zum Hoheitsgebiet der USA erklärt. 1904 beschloß der amerikanische Kongreß den Bau des Kanals. Am 15.08.1914 wurde der Kanal eröffnet. Im Ersten Betriebsjahr durchfuhren etwa 1000 Schiffe mit ca. 6 Millionen Tonnen Fracht den Kanal.

Der Panamakanal spielte für den Weltverkehr keine so große Rolle wie der Suezkanal. Bis 1971 wies der Kanal ein steigendes Verkehrsaufkommen auf. Seit dieser Zeit war die Leistungsgrenze der Wasserstraße erreicht. Die fortan gebauten und immer größer werdenden Güterschiffe konnten den Kanal nicht mehr passieren.

Literaturhinweise: ◾Pohl, Hans: Aufbruch der Weltwirtschaft, Stuttgart 1989, S. 219. ◾Hennig, Richard: Panamakanal, in: Elster, Ludwig (u.a.) (Hrsg.): Handwörterbuch der Staatswissenschaften, Bd. 6, 4. Aufl., Jena 1925, S. 800-804. ◾http://www.pancanal.com/eng/index.html